Meine aller früheste Erfahrung in der Welt

 

Je weiter wir in unserer eigenen Geschichte zurück gehen, umso schwieriger wird es mit der Erinnerung. Die meisten Menschen erinnern sich kaum weiter zurück als zu ihrem 4. oder 5. Lebensjahr. Und auch hier sind die Erinnerungen sporadisch und eher eine Ahnung als eine konkrete Erinnerung. Umso spannender kann es sein, diesen ersten erinnerbaren Bildern und Gefühlen auf den Grund zu gehen und versuchen sie schriftlich festzuhalten.

Die aller früheste Erinnerung eines Menschen spielt für diesen selbst oftmals eine besondere Rolle, denn es muss einen besonderen Eindruck hinterlassen oder emotional aufgewühlt haben, so dass eben gerade diese Erinnerung sich ins Gedächtnis eingegraben hat und über die Jahre halten konnte. Diese allererste Erinnerung gilt es in dieser Schreibübung aufzuspüren.

Sich Zeit nehmen

Bitte, nehmen sie sich etwas Zeit, um auf ihre ganz persönliche kleine Reise in Ihre früheste Kindheit zu reisen. Versuchen Sie für diesen Zeitraum alles, was Sie stören könnte, möglichst auszuschalten. Machen Sie es sich gemütlich und legen Sie sich etwas zu Schreiben bereit.

Reise in die eigene Kindheit

Nun reisen Sie Jahr um Jahr in ihrer Erinnerung zurück. Suchen Sie zunächst einschneidende Erlebnisse wie Einschulung, Versetzungen, Geburtstage, Besondere Besuche oder Reisen, weil man sich an die einschneidenden Ereignisse eher erinnert überhaupt an alles, was emotional sehr stark gewesen ist. Und versuchen Sie, ob Sie sich darüber hinaus an bestimmte Einzelheiten in ihrem Zuhause oder an Ihren Eltern erinnern können. Möbelstücke, ein bestimmtes Kleid ihrer Mutter oder Gerüche, die Sie mochten. So können Sie sich von Moment zu Moment zurück hangeln.

Festhalten der allerfrühesten Erinnerung

Und wenn Sie glauben, dass ist meine früheste Erinnerung, so versuchen Sie diese bitte aufzuschreiben. Achten Sie bitte dabei nicht auf die Schreibregeln sondern bleiben Sie bei ihrer Erinnerung. Welche Worte können es am besten beschreiben, vielleicht braucht es auch neue Wortschöpfungen,  um den inneren aufsteigenden Bildern nahe zu kommen und manchmal reichen Worte auch nicht mehr aus und man muss ein Bild dazu zeichnen oder malen. So wie es sich für Sie gerade gut und richtig anfühlt, das ist der richtige Weg für Sie.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Schreiben.

Geben Sie bitte stets gut auf sich Acht.

Serpil Maglicoglu

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