Imaginäre Briefe an mich

Einen Brief an eine andere Person zu richten und zu schreiben ist uns hinlänglich bekannt und wir alle machen das auch. Mal mehr mal weniger in Zeiten Digitaler Medien. Doch hier geht es um viel mehr. Ich habe viele Briefe geschrieben, die ich nicht abgeschickt habe, niemals hätte abschicken können. Es half mir immer aber doch nur bedingt.

Es ist die eine Seite jemandem zu Schreiben (sagen), was wir denken, fühlen usw. aber es ist etwas anderes, wenn uns genau das schmerzt, das wir wissen, das wir bestimmte Dinge von ganz bestimmten Menschen niemals zu hören bekommen werden.

Wenn wir Worte vermissen, Bestätigung, Liebesbekundungen, Anerkennung. Die elementaren Dinge, die Kinder von ihren Eltern beispielsweise erwarten. Ich hatte dieses Glück leider nicht, doch ich habe mir viele Jahre später geholt, was mir gefehlt hat. Durch das Schreiben von Briefen an mich, imaginäre Briefe, in meiner Vorstellung geschrieben von meinem Vater und anderen Menschen an mich.  „Imaginäre Briefe an mich“ weiterlesen

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Heilende Worte – Briefe Schreiben

Kennen Sie das auch? Es gäbe noch so viel zu sagen, doch es ist Ihnen einfach nicht möglich, dass was Sie denken, empfinden und fühlen einem ganz bestimmten Menschen ins Gesicht zu sagen. Manchmal geht es auch deshalb nicht mehr, weil dieser Mensch gestorben ist oder es gibt andere Gründe. Vielleicht wollen sie nicht verletzen oder der diejenige ist schwer krank und Sie können das nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren oder sie haben Angst vor dem, was dann folgen könnte. Die Gründe können vielfältig sein.

Doch die Dinge sind wie sie sind und sie stehen im Raum, unausgesprochen. Die Themen beschäftigen Sie wohl möglich Tag ein Tag aus. Sie kommen gefühlsmäßig und gedanklich nicht davon los. Meistens sind diese Themen mit Schmerz und Leid verbunden. Und sehr oft geht es darin um unsere Erfahrungen als Kinder.

Natürlich muss es nicht immer etwas schwerwiegendes sein, es kann auch eine kleine Unstimmigkeit sein, die Sie einfach durch das Schreiben zunächst für sich selbst lösen möchten. „Heilende Worte – Briefe Schreiben“ weiterlesen

Schreiben über ein bestimmtes Objekt

Schreiben zu und über Objekte wird auch oft in der Schule eingesetzt als kreative Form des Schreibens. Ich erinnere mich, dass wir in der Schule einen Aufsatz schreiben sollten, uns ein Objekt aussuchen und diese auf eine Reise schicken sollten, um dann diese Reise aus der Sicht des Objektes zu beschreiben. Wir hatten damals eine sehr große und alte Uhr im Wohnzimmer stehen, was mich immer schon sehr beeindruckt hatte. Also wurde diese Standuhr zum Objekt meiner Wahl und ich erfand wunderbare Geschichten rund um die Uhr. Meine Deutschlehrerin, Frau Mandelkau meinte, sie wolle meinen Aufsatz aufbewahren, weil es in ihren Augen etwas ganz Besonderes sei:-) „Schreiben über ein bestimmtes Objekt“ weiterlesen

Schreiben an besonderen Orten

 

Schreiben an besonderen Orten kann helfen aus dem alten Trott heraus zu kommen auch, was unsere Schreibe angeht. Suchen Sie neue Ideen, so suchen Sie neue Orte auf, an denen Sie sich nieder lassen und schreiben wollen. Es ist die Inspiration, die dahinter steht. Ganz besondere Orte, können uns auf Ideen und Wortschöpfungen und Sichtweisen oder Interpretationen bringen, auf die wir sonst in unseren Vier Wänden, an unserem gewohnten Schreibplatz wohl möglich nicht oder nicht so leicht gekommen wären.

Wie heißt die Methode?

Schreiben an besonderen Orten. Große Schriftsteller haben das schon immer gewusst. Sie fuhren aufs Land, um ihren Roman fertig zu stellen. Aber es muss nicht immer spektakulär sein, es reicht einfach mal aus, die Perspektive zu wechseln. „Schreiben an besonderen Orten“ weiterlesen

Schreiben zu, mit und über Fotografien

Ganz besonders für das biographische Schreiben eignen sich Fotographien aus der Kindheit, der Eltern, der Geschwister und Verwandtschaft.Auch und vor allem dann, wenn Sie sich an das Schreiben ihrer eigenen Biographie heran tasten wollen. Fotographien sind Momentaufnahmen, d.h. eine Aufnahme aus den vielen Momenten unseres Lebens. Ohne diese Fotographie würde es uns sicher schwerer fallen, uns ganz genau an diesen einen Moment in unserer biographischen Geschichte zu erinnern. Wenn wir uns unser Leben als einen Film vorstellen würden, dann wäre eine Fotographie nur ein Foto aus diesem ganzen Lebensfilm, doch ohne diesem einen Bild, würde dem Film etwas fehlen. Dieses eine Bild vervollständigt das Bild von unserem Leben. So betrachtet ist jedes Foto ein Zeugnis aus unserem Leben, ein Zeugnis dafür, dass wir existent sind und das es uns gibt in dieser Welt.

Wie heißt die Methode? „Schreiben zu, mit und über Fotografien“ weiterlesen

Satzanfänge für die Stärkung des Selbstwertgefühls

 

Unser Selbstwertgefühl bestimmt darüber, wie wir unsere Beziehungen zu den Menschen um uns herum erleben. Ein gesundes Selbstwertgefühl ist die Grundlage dafür,

  • dass wir uns selbst lieben (Selbstliebe)
  • uns selbst treu bleiben (Integrität)
  • uns annehmen können wie wir sind, (Selbstakzeptanz)
  • andere Menschen lieben können (Beziehungen)
  • andere Menschen annehmen können, so wie sie sind (Wertschätzung).

„Satzanfänge für die Stärkung des Selbstwertgefühls“ weiterlesen

Free Writing

Kennen Sie das auch? Sie müssen ganz dringend einen Text bearbeiten oder zu Ende bringen doch irgendwie schaffen Sie es nicht, überhaupt mit dem Schreiben zu beginnen? Plötzlich gibt es ganz viele Dinge, die unbedingt vorher noch erledigt werden müssen.

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Fotoquelle:pixabay. Die Angst vor dem leeren Blatt. https://www.schreibhaus.wordpress.com

Mit der folgenden Methode, können Sie sich in diesen Situationen helfen:

Wie heißt die Methode?

Die Methode heißt Free Writing. Free Writing ist eine kreative Schreibmethode, die auf Ken Macrorie in den 60ér Jahren des letzten Jahrhunderts zurück geht. Dabei geht es darum, den inneren Kritiker, den analysierenden und kritisierenden Teil in uns auszuschalten. „Free Writing“ weiterlesen

Das Cluster – Bildergedanken

 

„Das Clustering ist ein nichtlineares Brainstorming- Verfahren, das mit der freien Assoziation verwandt ist. Durch die blitzartig auftauchenden Assoziationen in deren ungeordneter Vielfalt sich unversehens Muster zeigen, wird die Arbeitsweise des bildlichen Denkens sichtbar“ (Rico, 2002, S. 27).

Entwickelt wurde das Clustering vor dem Hintergrund der Hemisphärentheorie, wonach beiden Gehirnhälften unterschiedliche Aufgabenbereiche zuzuordnen sind. Heute ist diese Sichtweise umstritten und findet in der Lernforschung kaum Beachtung. Das Cluster ist wohl die bekannteste Schreibtechnik. Der Name kommt aus dem Englischen und bedeutet bündeln, büscheln, Traube, Haufen und Gruppe. Das Cluster oder auch Clustering kann sehr vielfältig verwendet werden. Beispielsweise zur Generierung von neuen Ideen genauso wie zur Lösung von Problemen.

Das Cluster 

  • Bitte, schreiben Sie in die Mitte Ihres Blattes das folgende Kernwort: “loslassen”
  • Bitte, umkreisen sie jetzt Ihr Kernwort mit einem Kreis. (Selbstverständlich steht es Ihnen frei auch ein anderes Wort auszuwählen. Vielleicht beschäftigt Sie gerade ein bestimmtes Thema sehr stark und Sie möchten gerne diesem Gedanken mehr auf den Grund gehen, dann nehmen Sie bitte ihr persönliches Kernwort.
  • Bitte, tragen sie jetzt den ersten Gedanken, der Ihnen spontan zu ihrem Kernwort einfällt in das freie Feld um ihr Kernwort herum ein.
  • Bitte, umkreisen Sie jetzt auch dieses Wort mit einem Kreis und darüber hinaus verbinden Sie bitte, diesen Gedanken mit einem Strich mit ihrem Kernwort in der Mitte Ihres Blattes.
  • Sie können jetzt um ihren ersten Gedanken herum weitere Worte bilden oder ganz neue Assoziationsketten beginnen. Wichtig dabei ist, dass Sie nicht lange überlegen, sondern wirklich die ersten Gedanken, die Ihnen einfallen aufschreiben. Das Ziel ist es, sich selber durch Selbstanalyse nicht zu zensieren, sondern alles was zu dem Kernwort einfällt zunächst auf das Papier zu bekommen.
  • Für diese Übung nehmen Sie sich bitte, fünf bis zehn Minuten Zeit. Hören Sie bitte nach den 5-10 Minuten auf zu schreiben, auch dann, wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Cluster sei unvollständig. Ganz offensichtlich ist dies nicht der Moment für mehr Einfälle, belassen Sie es ruhig dabei und arbeiten Sie mit den Gedanken weiter, die sie notiert haben. Wir können getrost davon ausgehen, dass unser Unbewusstes schon dafür sorgt, dass wir uns mit den wirklich für uns relevanten Themen beschäftigen.
  • Bitte, schauen Sie sich die einzelnen Begriffe in Ihrem Cluster jetzt genauer an.
  • Bitte, wählen Sie jetzt einen Begriff/Gedanken aus Ihrem Cluster aus, der Ihnen wohl möglich als erstes ins Auge fällt oder Sie auch emotional aufwühlt/berührt.
  • Bitte, schreiben Sie jetzt diesen Gedanken als Überschrift auf ein Blatt Papier und schreiben Sie anschließend einen Text von einer halben bis zu einer ganzen DIN A 4 Seite dazu auf. Schreiben Sie einfach das auf, was auch immer Ihnen jetzt zu diesem einen Wort einfällt. Dieses können Erinnerungen sein oder aber auch Fragen, wohl möglich sind es auch nur Textfragmente. Schreiben Sie es nieder möglichst ohne sich selbst zu zensieren.

Den inneren Kritiker können wir manchmal mit dem Gedanken umgehen, indem wir uns vornehmen, dass wir das Endprodukt gleich wegwerfen werden. Ob sie das dann auch tatsächlich machen, überlegen Sie dann später an anderer Stelle erneut.

Methodische Zuordnung: Diese Übung gehört zu den Assoziativen Schreibübungen.

Das kreative Schreiben bietet eine Reihe von assoziativen Schreibmethoden an.

Und hier können Sie die Seite als PDF herunterladen einschließlich einem Muster-Cluster.

Anleitung für das Schreiben eines Clusters (2)

Serpil Maglicoglu

Literaturangaben

Rico. G. L. (2002). Garantiert Schreiben Lernen. Sprachliche Kreativität methodisch entwickeln – ein Intensivkurs auf der Grundlage der modernen Gehirnforschung. (12. Auflage 2002). Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Verlag GmbH.

Rico. G. L. (1999). Von der Seele Schreiben. Im Prozeß des Schreibens den Zugang zu tiefverborgenen Gefühlen finden. Paderborn: Junfermann Verlag.

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Das Haiku – mit Worten meditieren lernen

Es gibt zwei Gedichtformen, die im kreativen Schreiben ganz besonders zum Einsatz kommen. Das Haiku und das Elfchen. An dieser Stelle wird das Haiku vorgestellt.

Jeder Mensch kann Gedichte Schreiben. Sie können das nicht glauben? Probieren Sie es aus.

Es ist ganz einfach.

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Fotoquelle:pixabay. Japanischer Dichter auf https://www.schreibhaus.wordpress.com.

Worum handelt es sich bei dem Haiku? „Das Haiku – mit Worten meditieren lernen“ weiterlesen

Erfolgstagebuch Schreiben

Ein Erfolgstagebuch hilft dabei, uns im Alltag mehr auf die positiven Momente und die kleinen und großen Erfolge zu konzentrieren, als auf die vermeintlichen Fehler oder Misserfolge. Es stärkt die Motivation und gibt Zuversicht und Selbstvertrauen. Wir lernen die kleinen Dinge im Alltag zu schätzen und zu würdigen.

Unser Gehirn ist so strukturiert, dass es mehr auf das achtet, worauf es sich konzentrieren soll. Eine gute Sache. Wenn Sie sich den ganzen Tag darauf fokussieren würden, wie viele rote Autos auf den Strassen fahren, so könnten Sie sich vor lauter rote Autos kaum retten, so viele wären es plötzlich. Doch die waren schon immer da. Sie haben es vorher nur nicht wahrgenommen. So ist es auch mit den vielen positiven Momenten und Erfolgen im Alltag. „Erfolgstagebuch Schreiben“ weiterlesen